Die Lebensadern Botswanas - die Flüsse des Landes

Okavango-Delta - UNESCO Weltnaturerbe

Die beliebtesten Ziele von Urlaubern aus aller Welt sind in Botswana das Binnendelta des Okavango und das Moremi Wildreservat. Der Okavango hat seine Quellen in Angola, passiert den Caprivistreifen in Namibia und bildet dann bei Shakawe einen neunzig Kilometer weiten Bereich, den die Geologen "Panhandle" getauft haben. Danach verändert sich der Fluss und breitet sich in zahlreichen Armen aus. Sein Delta reicht bis in die Gegend der Stadt Maun mit ihren traditionellen Rundbau-Hütten aus Lehm. Das Delta führt nicht nur in der Regenzeit viel Wasser, so dass die Tiere dieser Region permanent mit dem Lebenselixier versorgt werden. In der trockenen Zone der Kalahari entwickelte das weit verzweigte Geflecht des Flusses Okavango im Laufe von Jahrhunderten eine außergewöhnliche Landschaft aus Wasser und Sümpfen. Über 16.000 Quadratkilometer bildete sich ein verwirrendes System aus Kanälen und kleinen Inselgruppen. Dies ist der einzigartige Kontrapunkt zur trockenen Buschlandschaft der Kalahari. Das Okavango Delta wurde durch die UNESCO als tausendstes Weltnaturerbe geadelt.

Chobe, Limpopo & Co.

Zu den weiteren Flüssen des Landes zählen vor allem der Limpopo im Südwesten Botswanas, der mächtige Sambesi an der Grenze des Nordens sowie die Flüsse Linyanti, Kwando und Chobe. Nach dem Nil, dem Kongo und dem Niger ist der Sambesi der größte Strom des afrikanischen Kontinents. Den dramatischen Höhepunkt auf seiner weiten Reise erhält der Sambesi mit den Victoriafällen in der unmittelbaren Nachbarschaft zu Botswana. 

Der Chobe wird häufig geringschätzig als "Backwater" des sehr viel größeren Sambesi bezeichnet. Doch obwohl er seine Elemente aus dem Rückstau des Sambesi erhält, führt er ein Eigenleben. Es ist bemerkenswert, dass der Chobe hin und wieder seine Fließrichtung ändert. Auch das ist in Botswana ein Novum der Natur.

Wasser-Exkursionen im Mokoro zum Moremi Wildreservat

Im Okavango-Delta liegt auch das Moremi Wildreservat. Um es zu besuchen, muss der Urlauber die kleine Stadt Maun passieren. Dies ist für viele Gruppen der Startpunkt zu einer erlebnisreichen und unvergesslichen Safari in Botswana. Auch in diesem Park sind einige Lodges allein auf dem Luftweg zu erreichen. Von dort aus starten die Exkursionen zumeist in einem Mokoro, einem Einbaum, der geräuscharm über die träge dahinfließenden Kanäle gleitet. Es ist die angestammte Heimat zahlreicher Krokodile, Hippos, Nilwarane und Ottern. Aber in gleichem Maße fasziniert die üppige Vegetation mit Schilf- und Papyrus an den Ufern. Das Moremi Wildreservat wurde 1962 in Übereinstimmung mit dem Batawana Stamm ins Leben gerufen. Die dort lebenden Tiere sind nicht etwa im Reservat eingezäunt, sondern werden in ihrem Wandertrieb in keiner Weise eingeengt. Moremi schließt sich an den Chobe Nationalpark an und bildet ein eindrucksvolles Schutzgebiet bis Kasane. Vielfältig ist dort auch die Vogelwelt mit schreienden Seeadlern am Himmel und farbenprächtigen Eisvögeln in den Bäumen.